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Filed under: Allgemein,Software,Windows — Schlagwörter: , , , , , — TOBSOLUTION @ 10:03

Heute werde ich Ihnen den Internetservice Evernote vorstellen.
Evernote bietet die Synchronisation von Notizen und Informationen über das Internet. Zusätzlich zur Webapplikation auf Evernote.com werden auch Programme für Windows und Mac OS X sowie für verschiedene mobile Geräte wie Handys, iPods (touch) und natürlich das iPhone zur Verfügung gestellt.

Um den Service nutzen zu können muss man sich zunächst auf der Online-Plattform des Anbieters registrieren. Dies ist zunächst kostenlos (weitere Informationen s. unten).

Erste Schritte & das Webinterface

Nach der Registrierung kann man sich bereits auf der Seite einloggen und Notes und Notebooks über das Webinterface anlegen. Die Notitzbücher dienen zur Kategorisierung der Notizen. Ich habe zum Beispiel ein Notizbuch “Privat” und eins für die “Geschäftliches”.
Notizen werden in einem Notizbuch angelegt und können mit einem Titel, einer Quelle (einem Link), verschiedenen Tags (z.B. wichtig, ToDo, Intern, Projekt A, Projekt B, o.Ä.) versehen werden. Des weiteren kann natürlich auch der eigentliche Hauptteil der Notiz eingegeben werden. Der Hauptteil kann formatierten Text, unformatierten Text, Bilder oder Dateien enthalten.
Ein weiterer automatischer Service von Evernote ist die Texterkennung in Bildern. Legt man eine Bild-Notiz an, so wird diese vom Evernote-Server nach Text durchsucht. Dieser Text ist anschließend durchsuchbar und wird so bei der Suche in den Notizen berücksichtigt.

Evernote: Online Notizen-Überblick

Evernote: Editor-Maske

Entscheidet man sich dafür, die Software zu installieren, kann man diese von der Evernote-Seite herunter laden. Nach der Installation müssen noch die Zugangsdaten angegeben werden. Nach ein paar kleineren Einstellungen, die man vornehmen kann, ist Evernote bereits betriebsbereit. Online vorhandenen Notizen können sofort mit der Software abgeglichen werden.

Die Vorteile & mein persönlicher Verwendungszweck

Ich nutze Evernote derzeit im Prinzip ausschließlich zum Verwalten von einfachen Notizen und z.T auch für Aufgabenzettel. Die Verwaltung von Dokumenten ist aber ebenfalls möglich. Hierbei stößt man allerdings schneller an das monatliche Upload-Limit der “Free”-Version (s. unten).

Der Vorteil an der Notizverwaltung mit Evernote besteht für mich darin, dass ich alle Notizen immer und überall habe. Am Arbeitsplatz auf meinem Mac habe ich den Evernote Client und verwalte dort meine Notizen. Diese werden dann mit dem Online-Service synchronisiert und sobald ich Evernote auf dem iPhone starte, mit diesem Programm abgeglichen. Zusätzlich habe ich jederzeit die Möglichkeit mit einem beliebigen Webbrowser auf die Webapplikation zuzugreifen und kann so von fast jedem Rechner mit Internetanschluss meine Notizen ansehen, verwalten und bearbeiten.

Notizen lassen sich zum einen nach Notizbüchern gruppieren. Darüber hinaus kann man sich ebenfalls nur Notizen mit bestimmten Tags anzeigen lassen (also z.B. nur Notizen mit dem Tag “Kunde B”). Weitere Sortier- & Gruppierfunktionen wie das Sortieren nach Datum, Inhalt oder der Quelle sind ebenfalls vorhanden. Die Suchfunktion durchsucht die komplette Notiz samt Bildern, Tags, Quellen, Titel und dem eigentlichen Inhalt.

Evernote: Der Mac OS X Client

Das Bild zeigt meine Darstellung in der Software. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, die Notizen wie oben im Webinterface als kleines Bild mit Bildunterschrift anzeigen zu lassen. Eine Zeilenansicht (ähnlich der Listenansicht im Finder oder dem Windows Explorer), die nur Textinformationen enthält, lässt sich ebenfalls auf Knopfdruck anzeigen.

Der mobile Client

Der mobile Client funktioniert ebenfalls sehr gut und intuitiv. Ich konnte bis jetzt nur die Applikation aus dem App Store, sprich das Programm für iPod touch und iPhone testen, bin hiervon jedoch sehr begeistert. Leider ist es in der aktuellen Version noch nicht möglich, formatierte Notizen in der App zu ändern. Das Ansehen hingegen stellt kein Problem dar. Neue Text-Notizen können ebenfalls nur weitgehend unformatiert angelegt werden.

Evernote App: Übersicht über die Notizen

Evernote: Das Interface auf dem iPod touch und dem iPhone

Allgemeine Informationen zu Evernote

Den Dienst gibt es in einer “Free” und einer “Premium” Version. Die “Free”-Version ist kostenlos. Sie bietet bis zu 40MB monatlichen Upload und nur Standardsupport. Außerdem werden die Bilder bei der Texterkennung nicht bevorzugt behandelt. Sollte man ein Notizbuch veröffentlichen wollen (diese Funktion bietet Evernote ebenfalls), wird in diesem Werbung angezeigt.

Sofern Sie Evernote geschäftlich bzw. für sensiblere Informationen als reine Knowledge-Verwaltung nutzen wollen, ist vermutlich die SSL verschlüsselte Übertragung in der Premium-Version das größte Argument für diese. Die Premium-Version kostet derzeit 5$/ Monat oder 45$/ Jahr.

Eine komplette Übersicht der Unterschiede zwischen den Versionen bietet Evernote hier.

Mein Fazit

Ich bin von der Funktionalität Evernotes absolut begeistert. Gerade wegen der problemlosen Synchronisation von Notizen über Geräte und Orte hinweg ist dieser Service eine willkommene Erweiterung und aus meinem täglichen Workflow nicht mehr wegzudenken. Da ich fast nur Text-Notizen in Evernote verwalte, reicht mir das Limit der Free-Version bis jetzt vollkommen. Wer vertraulichere Notizen mit Evernote verwalten möchte, sollte die 45$/ Jahr für die Premium-Version meines Erachtens auf jeden Fall investieren.

Da ich aufgrund der Fülle der Funktionen in den verschiedenen Evernote-Programmen nur einen Teil der Funktionen vorstellen konnte, habe ich versucht, die wichtigsten Features hervorzuheben. Sollten Sie noch unschlüssig sein, ob Evernote auch für Sie geeignet ist, kann ich Ihnen nur raten, den Service einfach zu testen. Es kostet nichts und ist sehr einfach.

Und noch eine Anmerkung zum Schluss: Immer, wenn man seine Daten einem Anbieter anvertraut, sei es nun Evernote, Google, Mobile Me von Apple, Dropbox oder einfach der File- & Webhoster seines Vertrauens, stellt sich natürlich die Frage: “Wie sicher sind meine Daten?”. Was macht der Anbieter mit den Daten, die Sie ihm anvertrauen, was passiert, wenn der Anbieter den Service aufgibt oder Daten verloren gehen? Sollten Sie sich dafür entscheiden, sensiblere Daten als belanglose Notizen mit Evernote synchron halten zu wollen, ist es auf jeden Fall ratsam, vorab die AGB/ Die “Terms of Service” des Anbieters zu lesen (dies gilt im Übrigen für jeden Anbieter).

Was den Datenverlust angeht: Eine Kopie der Notizen wird auch bei Ihnen lokal gespeichert, damit die Daten auch offline abrufbar bleiben. Evernote hat eine Export-Funktion mit der die Notizen in ein XML-ähnliches Format exportiert werden können. Eine Migration in ein anderes Programm ist also durchaus möglich. Darüber hinaus bietet der mobile Client die Möglichkeit, Notizen per E-Mail zu versenden.

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Haben Sie noch einen interessanten Link, eine Frage oder einen Verbesserungsvorschlag? – Ich freue mich auf Ihren Kommentar!

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3 Kommentare »

  1. People should read this.

    Kommentar by Layla — 22. April 2009 @ 16:03


  2. tolles tool. hab auch dazu etwas geschrieben:
    http://schindlers.at/2009/04/28/notieren-ordnen-wiederfinden/

    hat jemand eine möglichkeit herausgefunden, wie ich den indexierten text einer bildnotiz (foto einer zeitungsnotiz zb) auch als text exportieren kann um ihn weiterzuverwenden? dann wäre evernote auch eine perfekte OCR software. mit .pdf notes hab ich das schon zusammengebracht. einfach in der .pdf notiz -> select all-> copy, aber mit bildnotizen (zb jpg) hab ich diesebez. noch keine möglichkeit gefunden. export als html file exportiert das bild als ganzes und export als xml bringt millionen steuerzeichen mit……

    Kommentar by manfreed — 31. August 2009 @ 12:27


  3. Absolut gelungener Onlinedienst!

    Ich bin Evernote Premium User wegen des erweiterten Transferkontingents und auch wegen der Verschlüsselung.

    Was ich besonders gelungen fand war der Import von Google Notizbüchern (die ja offiziell nicht mehr weiterentwickelt werden und jederzeit abgeschaltet werden könnten).

    Kommentar by Keorangar — 6. August 2010 @ 20:37


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